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Coding for your future - Der Lernort als Ideenwerkstatt

In fünf Terminen zum ersten komplexen Projekt mit dem Arduino Uno Microcontroller und der Entwicklungsumgebung mBlock

Acht Schüler:innen haben in den vergangenen Wochen intensiv am Lernort geforscht und entwickelt. In einer freudvollen und ideengeladenen Runde ging es darum eine Aufgabe des Alltags (hier die Steuerung einer Parkplatzschranke) mit unserem vom Lernort entwickeltem Arduino-Baukastensystem umzusetzen. Das passt gut, da auch die Entwicklungsumgebung mBlock als „Baukasten“ angesehen werden kann. Jeder Bauklotz - oder besser - jeder blockbasierte Programmbaustein übernimmt eine eigene Funktion im komplexen Ablauf. Das Programm wird eben nicht zeilenbasiert geschrieben sondern blockbasiert mit der Maus zusammengeschoben. An allererster Stelle standen da ganz viele Ideen. Dann wurden diese diskutiert und die Möglichkeiten dieser graphischen Programmierungebung dargestellt. Hier war es sehr hilfreich, an schulische Inhalte anknüpfen zu können und so eine Verzahnung von handlungsorientierten Lernumgebungen am Lernort mit den schulischen Inhalten aufzuzeigen. Alle Schüler:innen hatten im Kurs die Möglichkeit ausgehend von einfachen logischen Fragestellungen diese Programmierumgebung zu erlernen und zu immer komplexeren Abläufen zu gelangen. Für alle Niveaus waren Hilfestellungen in Form von Lernvideos oder durch die Kursleiter und begleitenden Lehrer immer vorhanden. Am Ende des Kurses konnte von allen Gruppen eine programmierte Parkhaussituation präsentiert werden. Im optimalen Fall wurde die Einfahrt und Ausfahrt kontrolliert, ein Sicherheitsmechanismus etabliert und zudem noch eine grafische Aktion auf dem Monitor der Schüler:innen auslöst. Jedes Peer-Programming Team konnte ihre geleistete Arbeit abschließend „dem Fachpublikum“ vorzustellen. Gemeinsam wurden die verschiedenen Lösungsansätze wertgeschätzt, verglichen und überprüft. Eine tolle Vorbereitung auf spätere Präsentationen oder Prüfungssiutationen, wie die Schüler:innen rückmeldeten. Ganz ohne Druck und von Grund auf interessengeleitet! Jeder hatte für sich die Möglichkeit, informatorische Grundkenntnisse, grundlegende Logik oder vertiefende komplexe Kenntnisse über Programmabläufe mit Variablen und eigenen Programmblöcken mitzunehmen. Einige Talente konnten sich so deutlich entwickeln und auch Fragen zu späteren beruflichen Optionen klären. Andere Teilnehmer:innen konnten für sich die Sicherheit gewinnen, dass solche Projekte gut und sinnvoll sind, dass aber ihre Fähigkeiten eher im sprachlichen oder mechanisch-handwerklichen Bereich liegen. Ganz nebenbei ergaben sich aus dem Projekt viele Ideen. Zum einen entwickelten sich Diskussionen um die Zukunft des Straßenverkehrs oder die Notwendigkeit von Verbrennungsmotoren. Auf der anderen Seite Namen die Schüler:innen auch Ideen mit, um zu Hause mit dem Handy und einfachen „smart-home“ Produkten die Programmierlogik zu nutzen, um logische Verknüpfungen zu erstellen, die vielleicht das Licht im Zimmer löschen, wenn das Handy das Haus verlässt… Vielen Dank für Euren Besuch! Sven Glomme